Leben.Lesen.Lernen: Nicht wahrnehmen!

Meine Bekannte und ich besprechen während einer Autofahrt die unterschiedlichen Herangehensweisen an Probleme oder Projekte, die uns unterscheiden.

Sie ist die praktische, rationale, die alles versucht zu kontrollieren und zu überprüfen. Ich gehe eher aus dem Bauch heraus an Dinge heran, mache etwas, weil es sich richtig anfühlt und kann es meistens rational nicht erklären.

Zwei Welten prallen auf einander.

Eine materielle und fassbare Welt gegen eine emotionale, nicht sichtbare und oft nicht nachvollziehbare.

Während wir etwas später ins Parkhaus, das Ziel, hineinfahren, sage ich: „Das schlimme ist, dass deine Welt messbarer ist als meine – zumindest scheinbar!“

Meine Freundin lächelt. Just in dem Moment bleibt sie vor einem scheinbar leeren Parkplatz stehen und fragt mich:

„Ist der frei?“,

dabei entgeht ihr ein großes Hinweisschild und ein bodentiefes Plakat an der Rückwand des Platzes mit der Aufschrift:

RESERVIERT E-PARKING

Ich fange an zu lachen und antworte: „Genau das meine ich mit Leben Lesen Lernen. Hinweise nicht wahrnehmen können, die direkt und unübersehbar vor dir sind!“

Wir sind so abgelenkt von unserem Alltag, dass das Wesentliche für uns nicht fassbar erscheint, obwohl es direkt vor unserer Nase ist.

Energie ist überall, gleichzeitig, immer vorhanden und formt Materie – sie ist die Basis von Leben. Oft nicht sichtbar, aber für alle spürbar – eine Form ist die Liebe.

Wir müssen uns oft auf die Liebe besinnen, um sie im Alltag wahr zu nehmen und zu spüren.

Meine Freundin benötigt ebenfalls einen Impuls, um das Schild zu erfassen. Ihr Fokus parkt nämlich auf Materie und nicht auf einem

ENERGIE-PARKPLATZ!